Modell 7 – Fragezeichen

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    „Fragezeichen“

    Zu den Schüler*innen:

    • Die Schüler*innen lernen sowohl in konfessionell/religiös getrennten Lerngruppen (Phase 1+3), als auch phasenweise alle gemeinsam in einer Lerngruppe (Phase 2).
    • In Phase 1+3 sind die Lerngruppen überwiegend homogen.
    • Allerdings dürfen Schüler*innen auch in Phase 1+3 eine Lerngruppe wählen, die ihrer eigenen Konfession/Religion nicht entspricht.

    Zu den Lehrer*innen:

    • In Phase 1+3 unterrichten Lehrer*innen bestimmter Religionen/Konfessionen und Philosophielehrer*innen (hellblau) entsprechende Schüler*innen, gemäß dem Prinzip der „Zweierhomogenität“ bzw. „Dreierhomogenität“: Beispielsweise unterrichtet eine evangelische Lehrerin evangelische Inhalte in einer evangelischen Lerngruppe.
    • In Phase 1 bereiten die Lehrer*innen darüber hinaus Projekte zu einem bestimmten Thema (z.B. Vorstellungen vom Tod) vor.
    • Phase 2 wird als „Projektphase“ bezeichnet. Der Unterricht findet in gemischten Gruppen im Klassenverband statt und wird von einer Lehrkraft in der Rolle des Moderators bzw. der Moderatorin begleitet. In Phase 2 sind die Lehrer*innen dezidiert keine authentischen Ansprechpartner*innen, denn der Dialog unter den Schüler*innen (als authentische Stimmen) soll vertieft werden.
    • Es ist noch nicht geklärt, welche Lehrkraft in Phase 2 unterrichtet (Zufall oder nicht?). Ist es ein „Blockunterricht“?
    • In Phase 3 kehren die Lehrkräfte wieder in ihre überwiegend homogenen Gruppen zurück.
    • In Phase 1+3 unterrichten Lehrer*innen positionell.

    Zur Verantwortung:

    • Die Verantwortungsfrage ist vor allem für Phase 2 noch nicht geklärt.

    Zu den Zielen:

    • Die Ziele wurden kontrovers diskutiert. Es gilt festzuhalten, dass Religionsunterricht weder eine bloße „Wertevermittlung“ zum Ziel hat, noch „Religion zeigen“ soll.
    • Im Fokus steht „Identitätsentwicklung“ und die Wahrnehmung der Schüler*innen als Subjekte.

    Zum Profil / Allgemeines:

    • Das Modell ähnelt dem Phasenmodell der kooperierenden Fächergruppe.
    • Das Label ist problematisch. Das „Ich im Mittelpunkt“ kommt bei dem Label Fächergruppe nicht so sehr zur Geltung, wie es müsste.
    • Konfessionalität erscheint phasenweise (1+3).
    • Ein neues Curriculum wäre erforderlich.